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Sinterbuchse für trockene Gleitlagerung Gleitlagerung - von der einfachen Plastikbuchse bis zum 3-Stofflager

Bei der Gleitlagerung findet immer ein Abgleiten von Welle auf Nabe statt. Dies kann entweder durch direkten Kontakt erfolgen oder mittels eingelegtem Gleitlager. Das Kernkriterium jeglicher Gleitlagerung ist immer die Reibung und in welcher Größe diese toleriert werden kann. Danach orientiert sich die Auslegung der Lagerstelle und der bauliche Aufwand der zu betreiben ist.

Links im Bild typische Sinterbuchsen (Bundbuchsen) für fettfreie Gleitlagerung.

Lagerbuchse Hebel AusrücklagerTrockene Gleitlagerung

Wenn die Belastung und/oder Drehgeschwindigkeit sehr gering ist, oder eine Betätigung nur ab und an erfolgt, reicht häufig eine Plastik-, Messing- oder Alubuchse für die Lagerung. Etwa bei Hebeln im Maschinenbau, Kupplungshebeln (siehe Bild rechts) oder Schaltstangen bei Fahrzeuggetrieben, die nur unregelmäßig und kurz betätigt werden.
Noch besser sind Rotgussbuchsen oder Sinterbuchsen (siehe Bild oben). Beide Varianten haben einen selbstschmierenden Effekt und daher sehr niedrige Reibwerte.

Erfolgt zusätzlich eine Schmierung mit Lagerfett oder Öl kann der Reibwert deutlich reduziert werden. In vielen Fällen ist eine Reduktion der Reibung um den Faktor 10 möglich. Etwa bei der Kombination Stahlwelle-Graugußbuchse fällt die Gleitreibungszahl von 0,18 (trocken) auf 0,01 (Öl). Ein Beispiel für eine solche Gleitlagerpaarung wäre etwa das auf- und abgehende Ventil im Gusszylinderkopf bei Nutzfahrzeugen.


Gleitlager geschlossen, Pleuellagerschale (Dreistofflager), Hauptlagerschale Gleitlagerung mit Öl – Hydrodynamische Schmierung

Geht die dauernde und starke Belastung der Lagerstelle einher mit hoher Drehzahl ist Öl als Gleitmittel unabdingbar.
Das Öl muss dabei mittels Ölpumpe an die Lagerstelle transportiert werden. Ist der Spalt zwischen Welle und Nabe richtig ausgelegt, nimmt die Welle das zugeführte Öl mit und baut ein Druckpolster auf. Im Idealfall schwimmt die Welle auf einem dünnen Ölfilm in der Nabe. Man spricht von hydrodynamische Schmierung. Der Reibungskoeffizient im Gleitlager resultiert aus den Scherkräften des Öls und liegt im Bereich von 0,05.
Die hydrodynamische Gleitlagerung baut sehr gering auf und kann hohe Kräfte und Drehzahlen übertragen. Daher wird diese Lagerart bevorzugt im Motorenbau bei der Lagerung von Kurbelwelle und Pleuel eingesetzt (siehe Bild links). Ein Nachteil dieser Lagerart soll nicht unerwähnt bleiben: Befindet sich die Welle im Ruhezustand, so schwindet das Öl aus dem Lager. Bei jedem Anlaufvorgang muss der Öldruck erst wieder neu aufgebaut werden. Für einen kurzen Moment tritt Mischreibung auf – eben solange bis frisches Öl in die Lagerstelle gelangt.

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